Wäre Rotkäppchen der Versuchung durch die Blumenwiese nicht gefolgt, würde uns dieser Klassiker der Gebrüder Grimm schmerzlich fehlen. Die Gebrüder Grimm veröffentlichten das Märchen „Rotkäppchen und der böse Wolf“ bereits im Jahr 1812 als Nr. 26 der ersten Kinder- und Hausmärchen und erzählen so von Versuchung, Verführung und den resultierenden Folgen. Zum Glück gibt es ein Happy End und nicht nur Rotkäppchen hat fürs Leben gelernt. Auch unsere kleinen Leser und Zuhörer werden verstehen, das List und Tücke nicht leicht zu durchschauen sind.





Und wer sich nicht mehr so recht an die Geschichte erinnern kann, hier ein kleiner Auszug aus dem Märchen „Rotkäppchen und der böse Wolf“:

 

Es war einmal ein kleines Mädchen, das hatte jedermann lieb, der es nur ansah, am allerliebsten aber seine Großmutter, die wusste gar nicht, was sie alles dem Kinde geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen aus rotem Samt, und weil ihm das so wohl stand und es nichts anderes mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen. Eines Tages sprach seine Mutter zu ihm: „Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring das der Großmutter hinaus; sie ist krank und schwach und wird sich daran laben. Mach dich auf, bevor es heiß wird, und wenn du hinauskommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, und die Großmutter hat nichts. Und wenn du in ihre Stube kommst, so vergiss nicht, guten Morgen zu sagen, und schau nicht erst in allen Ecken herum.“ „Ich will schon alles gut machen“, sagte Rotkäppchen zur Mutter und gab ihr die Hand darauf. Die Großmutter aber wohnte draußen im Wald, eine halbe Stunde vom Dorf. Wie nun Rotkäppchen in den Wald kam, begegnete ihm der Wolf. Rotkäppchen aber wusste nicht, was das für ein böses Tier war und fürchtete sich nicht vor ihm. ...